Lauterbach (Hessen) 08.06.2013, von Matthias Schäfer

Hochwassereinsatz 2013

Der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland hat heute weitere 250 Einsatzkräfte zu einem Dammbruch in Magdeburg alarmiert.

Der Einsatzauftrag erreichte die Helfer des THW-Ortsverbandes Lauterbach am Samstagnachmittag. Innerhalb weniger Stunden fanden sich genug Helfer in Lauterbach zusammen, die mit weiteren Kräften aus dem gesamten THW-Landesverband über den Bereitstellungsraum in Bad Hersfeld nach Magdeburg in das Einsatzgebiet fuhren. Zwei weitere Helfer aus Lauterbach begaben sich im Rahmen der Ablösung der FGr Wasserschaden/Pumpen mit Kameraden des OV Alsfeld nach Meißen.

Bad Hersfeld ist die Anlaufstelle für alle neu eingesetzten THW-Helfer aus dem Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland. Sie werden dort logistisch erfasst und in Verbänden mit mehreren Fahrzeugen und Gerät in die verschiedenen Einsatzgebiete entsandt. Der „Verband Gelnhausen“, geführt durch Henning Benecke (Zugführer im OV Wächtersbach), bestand aus den Ortsverbänden Gelnhausen, Fulda, Lauterbach, Wächtersbach, Neuhof und dessen Zugtruppteam. Unterwegs kommen noch Helfer aus Bensheim, Idstein und Seligenstadt dazu, sodass diese Einheit aus 40 Helfern besteht. Mit Marschverpflegung versehen, verließen sie gegen 20.45 Uhr den Bereitstellungsraum in Fahrtrichtung Magdeburg.

Einsatzauftrag für die gesamte Woche: Unterstützung der dortigen Helfer, Deichsicherung und Sandsackverbau

Dort in der Nacht angekommen, eine kurze Verschnaufpause - dann die erste Aufgabe: Deichsicherung am Abstiegskanal Rothensee, einem der Brennpunkte in dieser Nacht. Die Bilder aus den Medien bestätigen sich, die Anfahrt ist nur über teilüberflutete Straßen möglich.

Montagabend kurz vor Mitternacht der nächste Alarm: Wiederum ein Brennpunkt, zu dem die THW Helfer gerufen wurden, um zusammen mit Kräften der Bundeswehr, den vielen Feuerwehren aus nah und fern und anderen Rettungsorganisationen einen Deichabschnitt zu sichern.

Sand und Sack, eines der wichtigsten „Werkzeuge“ in diesen Tagen. Aus Sandsäcken lassen sich Dämme errichten, mit denen man den Deich erhöhen oder Gebäude vor Überschwemmungen schützen kann. Nicht nur auf der Deichkrone, auch zur Sicherung des Deichfußes ist der Sandsack optimal geeignet. Wenn durch eine anstehende Hochwasserwelle die Standfestigkeit eines Deiches beansprucht wird, kann er durch Bau einer Deichfußsicherung entlastet werden. Bei aufgeweichten Deichen können Sickerstellen mit sogenannten Quellkaden, das sind ringförmige Sandsackdämme gesichert werden, um das austretende Wasser aufzustauen und über den sogenannten Gegendruck ein weiteres Austreten von Wasser zu verhindern.

Weitere Berichte von den im Hochwassergebiet eingesetzten THW-Helferinnen und Helfer aus dem THW-Geschäftsführerbereich Osthessen werden folgen. Bereits seit der vergangenen Woche sind THW-Helferinnen und THW-Helfer des Geschäftsführerbereich Osthessen im Einsatz. Spezialisten der Fachgruppe „Wasserschaden/Pumpen“ aus den Ortsverbänden Erlensee und Alsfeld kämpften in Meißen und Radebeul gegen die Fluten, die Logistikeinheiten aus Hünfeld und Steinau stellten am Bereitstellungsraum in Torgau die Versorgung von Einsatzkräften sicher und die Gruppe.

„Infrastruktur“ aus Bad Orb, sowie der Weitverkehrstrupp des OV Gelnhausen betreiben in nach Zeithain-Röderau einen Bereitstellungsraum.




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